09:00 - 18:00

Montag bis Freitag

Bundesallee 182

10717 Berlin

49 157 75878626

mobil

Preisspanne: Von bis

Compare Listings

Portale Überwältigen.

Von unseren 200+ Angeboten finden wir für Sie das beste


Ratgeber für den Kauf von Häusern

Der Hauskauf ist ein ähnlich aufwändiges, meistens einmaliges Projekt wie der Hausneubau. Eins wie das andere hat seine jeweiligen Vorteile und Schwachpunkte. Während der Bauherr bei seinem Neubau von Anfang bis Ende alles rund um das Haus selbst beeinflussen und entscheiden kann, ist beim Haus kaufen die Bestandsimmobilie schon vorhanden. In dieser Situation sollte sich der Hauskäufer bis ins letzte Detail über das Gebäude informieren. Der zweite Schwerpunkt ist beim Hauskauf, ebenso wie beim Hausbau, die Finanzierung.

Checkliste – Arbeitsgrundlage für den erfolgreichen Hauskauf

Der Kauf einer Bestandsimmobilie sieht auf den ersten Blick deswegen recht einfach aus, weil es das Haus bereits gibt. Der Käufer braucht sich nicht mit Plänen und Planungen zu begnügen, sondern er kann das Wunschobjekt an Ort und Stelle in Augenschein nehmen. Doch auf den zweiten Blick ist dermaßen viel zu beachten und zu berücksichtigen, dass ein Haus kaufen in Berlin & Brandenburg ohne Checkliste weder ratsam noch möglich ist.

Eine solche Checkliste, vereinfacht auch Stoffsammlung genannt, sollte als Excel-Datei angelegt werden. Damit hat der Hauskäufer die Möglichkeit, sie jederzeit und ganz bedarfsgerecht zu ergänzen. Für die Grobgliederung sind etwa ein halbes Dutzend Hauptpunkte ausreichend. Jeder von ihnen wird mit Unterpunkten verfeinert, und die ihrerseits mit Stichpunkten angereichert, vergleichbar mit Ideen und Gedanken. Auf diese Weise entsteht ein Ratgeber für den eigenen Hauskauf, bei dem nichts auf der Strecke bleibt, oder umgekehrt gesagt an alles Wichtige gedacht wird.

Phasen des Immobilienkauf

• Vorbereitung und Immobiliensuche
• Hausbesichtigung
• Hauskauffinanzierung
• Hauskaufabwicklung
• Absicherung und Versicherung von Haus und Familie

Lage und Infrastruktur – Das A&O beim Hauskauf

Der potentielle Hausbesitzer sollte zunächst entscheiden, ob er mit dem Hauskauf einen Immobilienmakler beauftragt oder das Projekt selbst, also in Eigenregie abwickelt. Ob so oder so; der Hauskäufer muss grob wissen, in welcher Region und in welcher dortigen örtlichen Lage er zukünftig wohnen und leben möchte.

Ein wichtiges Kriterium für die Entscheidungsfindung ist in dieser Phase die Infrastruktur. Sie bezieht sich auf den Lebensalltag mit Beruf des Bauherrn und seiner Familienangehörigen, auf das Schul- und Bildungssystem von der Kita über den Kindergarten bis hin zur Grund- und zur Hauptschule, zu Schulen der Sekundarstufen I und II inklusive einer Universitäts- oder Hochschulnähe. Die Verkehrsanbindung mit Straßen- und Schienenverkehr sowie mit dem öffentlichen Personennahverkehr muss stimmen, ebenso wie Einkaufsmöglichkeiten sowie wie Angebote für Kultur, Sport und Freizeit. Nicht alles trifft auf jeden zu; doch jeder Hauskäufer muss bedarfsgerecht auf seine Infrastruktur achten.

Die Hausbesichtigung – Erstes Kennenlernen und nicht mehr

So ansprechend die Immobilie mit Haus und Garten auch sein mag; das sofortige Ja zum Hauskauf ist ein No-Go. Der Kaufinteressent sollte davon ausgehen können, dass der Hausbesitzer den Verkauf gut vorbereitet. Dazu gehören Originalbaupläne sowie Dokumente wie Baugenehmigung, Bauabnahme, aktueller Auszug aus dem Grundbuch bis hin zum Energieausweis als Anhaltspunkt für die zu erwartenden Energiekosten. Wenn das Objekt noch bewohnt und möbliert ist, dann muss umso kritischer auf feuchte Wandstellen sowie auf Schimmelbildung in den Ecken geachtet werden.

Checkliste bei Hausbesichtigung Punkt für Punkt abhaken

Der Hauskäufer weiß zu diesem Zeitpunkt, ob es sich um ein Gebäude mit Modernisierungsbedarf bei Heizung und Dämmung handelt, oder ob die Haustechnik topmodern ist. Daran orientiert sich der dementsprechend höher oder niedriger angesetzte Verkaufpreis. Das Haus soll bestenfalls in den kommenden Jahrzehnten ein neues Zuhause für mehrere Generationen werden. Bei der Ankunft zur Hausbesichtigung sollten erkennbarer Lärm, die nachbarschaftliche Umgebung sowie eine mögliche Geruchsbelästigung durch nahegelegene Industrie oder Landwirtschaft registriert werden.

Auf moderne Kommunikation kann und will heute niemand verzichten. Ein DSL-Internetanschluss ist das Minimum, besser jedoch ein Breitbandanschluss. Nach dem Grundsatz: „Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser“ sollte der Hauskäufer die Datenübertragungsrate in Mbit/s selbst messen lassen. Für die Phase Hausbesichtigung kann die Checkliste gar nicht ausführlich und detailliert genug sein. Der Käufer muss sich gedanklich in die Lage versetzen, als wenn er bereits in dem Haus wohnt und nun auf alle damit verbundenen Fragen Antworten braucht.

Hausbank als erste Anlaufstelle

Die Hauskauffinanzierung ist für den Hauskäufer deutlich einfacher als eine Neubaufinanzierung für den Bauherrn. Der einmal ausgehandelte Hauskaufpreis steht unabänderlich fest. Nachträgliche, unerwartete Kosten entfallen, ganz im Gegensatz zum Hausbau. Mögliche weitere Kosten für Modernisierung oder für Renovierung kann der Hauskäufer weitestgehend selbst bestimmen und direkt beeinflussen. Insofern orientiert sich der Hauskauf mit seinem Preis an der Bonität des Hauskäufers. Dazu gehören die Faktoren Eigenkapital, Eigenleistung, Bausparvertrag mit Bauspardarlehen, vertraglich gesichertes Arbeitseinkommen sowie Immobiliendarlehen der Hausbank. Anhand dieser Eckpunkte mit Kaufsumme und monatlich vertretbarer Belastung für Zinsen und Tilgung ist das Machbare als maximale Kaufpreishöhe schnell ermittelt.

Dass der Hauskäufer mehrere Angebote einholt und sie miteinander vergleicht, wird mehr der guten Ordnung halber erwähnt. Bei nahezu jeder Bestandsimmobilie lohnt sich eine Recherche nach staatlichen Fördermöglichkeiten, beispielsweise für energetische Sanierungen. Erster Ansprechpartner ist die KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau in Kooperation mit der Hausbank.

Hauskaufvertrag vor Unterzeichnung genau prüfen

Der Hauskauf selbst ist, wie es heißt, letztendlich eine reine Formsache. Hausverkäufer und Hauskäufer benennen jeder einen eigenen, oder gemeinsam denselben Notar. Der bereitet den Kaufvertrag vor. Die Beteiligten sollten sich einige Wochen Zeit nehmen, den Vertragsentwurf auf Herz und Nieren zu prüfen. Anlässlich des gemeinsamen Termins wird der Kaufvertrag von allen Beteiligten unterschrieben und anschließend beurkundet. Zu diesem Zeitpunkt muss die Finanzierungsbestätigung der Hausbank für den Hauskauf schriftlich vorliegen. Der Notar sorgt für die Eigentumsumschreibung im Grundbuch.

Die fällige Grunderwerbssteuer zahlt üblicherweise der Hauskäufer. Das wird so im Kaufvertrag festgehalten, weil der Gesetzgeber dazu keine konkrete Vorgabe macht.

Notwendige Versicherungen für das neue Zuhause

Mit dem Finanzierungsbeginn muss der Hauskäufer seine Familie finanziell absichern. Dazu bietet sich eine Risikolebensversicherung an. Sie wird in Höhe aller Fremdfinanzierungen abgeschlossen und beim Ableben des Hauskäufers fällig. Für das Haus selbst ist der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung inklusive der Elementarschadenversicherung ein Muss.

Die Immobilie muss vom ersten Tag an versichert sein. Ebenso wichtig ist eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung als Ergänzung der schon bestehenden Privathaftpflichtversicherung. Die bereits vorhandene Hausratversicherung wird auf die neuen Gegebenheiten umgeschrieben.

Haus Kaufen Berlin – Schlusswort

Ob als Kapitalanlage oder zur Eigennutzung; mit dem Häuserkauf übernimmt der neue Immobilienbesitzer viel Verantwortung für sich und seine Familie. Ein Zurück vom Kaufvertrag gibt es nicht mehr. Die Checkliste sollte schon in einem frühen Stadium wieder und wieder gelesen sowie ergänzt werden. Im Endeffekt kann sie gar nicht gut genug sein.


Haus Kaufen Berlin | M. Always
4.8 (96%) 5 Bewertungen